No ProbLAMA Ranch

Individuelle Termine auf der No ProbLAMA Ranch

Achtsame Lamawanderungen können auch individuell gebucht werden.

Kosten: 10,00 € pro Stunde und Lama/Person.

Terminabsprachen unter:

No ProbLAMA Ranch | Müllerweg 93 | 64850 Schaafheim | Tel: 06073/7406464 | info@peace-walker.de

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Weitere Informationen

Lamanachwuchs auf der NoProbLAMA-Ranch

Historie

2020 Erster Kontakt mit Lamas im Erzgebirge

Bei einem Kurzurlaub im Erzgebirge wohnte Dr. Thomas Draxler in einem Feriendorf mit Lama-Trekking-Angebot. Hier hatte er den ersten Kontakt zu diesen anmutigen Tieren und war sofort begeistert. Auf dem Bild ist er zu sehen mit „Galileo“.

2020 – Entscheidungswanderung im Schwarzwald

Bei einer Entscheidungswanderung im Schwarzwald traf Dr. Thomas Draxler auf eine Schafherde, die von einem Lama bewacht wurde. Die Entscheidung war getroffen.
Er nahm einen ersten Kontakt mit dem Züchter Michael Hirsch aus dem Vogelsberg auf.
Der Landwirt Hartmut Diehl und die Gemeinde Schaafheim stellen das Grundstück zur Verfügung. Es erfolgten der Aufbau des Geheges und des Unterstandes.
Neben Freunden und Sohn Tom unterstützte hauptsächlich Jesus Biker Josch Kellner bei allen anfallenden Herausforderungen und Arbeiten.

2021 – Einzug der 4 Damen

Am Freitag, den 13. August zogen 4 bislang „wild lebende“ fünfjährige Lamadamen in die „No Problama Ranch ein“. Der Name „No ProbLAMA Ranch“ entstand, da die Tochter Anna Moll Thomas ein T-Shirt schenkte mit diesem Namen und die Journalistin Sabine Eisenmann glaubte, dies wäre der Name. Dann sollte es so sein.
Erste Annäherungen und Trainingseinheiten und kurze Spaziergänge klappten schnell.
Am 14. Oktober 2021 stürzte Dr. Thomas Draxler aus etwa 6 Meter Höhe von einem Dach. Das Training kam zum Stillstand, bis Januar 2022 versorgt Jesus Biker Josch die Lamas.

Februar 2022 – Das Training ging weiter

Ein Lama sollte dem Züchter wieder zurückgeben werden, da es nicht gelang, die „störrische Dame“ halfterführig zu trainieren.
Der Fotograf Reinhold Blaha und die Tierphysiotherapeutin Sabine Frank nahmen an einer Lamawanderung teil und Sabine übernahm kreativ und erfolgreich das Training der störrischen Dame. Alle 4 Lamas waren schnell halfterführig, gut gepflegt und trekkingerprobt. Erste Versuche mit den Packsätteln wurden gestartet.
Die längste Tour stand nun an: der „Kleine Schaafheimer Jakobsweg“ betrug ca. 25 km.

April 2022 – Katharina ergänzt die Herde

Seit April 2022 ergänzte Katharina die Herde. Das Team der No-Problama-Ranch unternahm am 23. April 2022 mit dem Fotografen Matrixer einen Betriebsausflug zum Züchter in den Vogelsberg. Nur mal zum Schauen und Fotografieren, da entdeckten sie Katharina: 14 Monate , blaue Augen und tolles weiches Fell. Am nächsten Tag fuhren sie mit dem Anhänger vor und brachten Katharina in die No ProbLAMA Ranch. Sie ist das Lieblingslama der Kindergartenkinder „Sailing ship“ geworden, die sie regelmäßig besuchen.

November 2022 – Sachkundennachweis

Nach einem Lehrgang im Juni über „Gesundheismanagement für Neuweltkameliden“ bei Herrn Dr. Wagner der Universität Gießen, nahmen Thomas Draxler und Sabine Frank am 5. und 6. November an der Prüfung zum Sachkundenachweis von §11 Abs . 2 des Tierschutzgesetzes teil.

Prof. Dr. Dr. Gauly von der Freien Universität Bozen und die Amtsärztin Frau Dr. Litzius führten das Seminar mit anschließender Prüfung, bestehend aus zwei schriftlichen Teilen und einem praktischen Teil, durch.

2023 – erster Sonntag im Monat – Tag der offenen Türe

Wir freuen uns, einmal im Monat über das „Führungsnetz Bachgau“ unseren Tag der offenen Türe durchführen zu können. Die interessierten Gäste bekommen einen Einblick in die Lamaranch und können eine Proberunde mit den 5 Lama-Damen laufen.

Vorträge über die Anatomie und die Haltung der Neuweltkamele, Spiel und Spaß für die Kleinen sowie Kaffee und Kuchen runden den Tag ab.

Der Weg

Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.

Aurelius Augustinus, lateinischer Kirchenlehrer und Philosoph (354-430)

Die Damen stellen sich vor

Unsere Neuweltkameliden sind vom Typ her „Classics“. Sie haben alle heilige Namenspatroninnen:

Heilige Hildegard von Bingen (*1098 † 1179)

Obwohl die Kirche im Mittelalter in Europa nicht mehr verfolgt wurde, waren Frauen in der Gesellschaft nicht gleichberechtigt. Hildegard von Bingen hielt das nicht davon ab, Kaiser Barbarossa daran zu erinnern, dass auch er nicht über dem Urteil Gottes stand. Auf dem Wissen der heiligen Hildegard von Bingen, die heute als Universalgelehrte angesehen wird, basiert die „Hilgedard Medizin“, die den Weg zu einer ganzheitlichen Medizin ebnete. Sie hinterließ fast 2000 Rezepte in ihrem großen Werk „Physica“.

Hildegard sieht man die Gerechtigkeit schon an. Sie ist zwar die zahmste von allen, aber wehe es geht nicht nach den Regeln, dann kann sie ganz schön hartnäckig ihre Rechte einfordern.

Ihr Gedenktag ist der 17. September.

Jeanne d´Arc (*1412 † 1431)

Auch Johanna von Orléons genannt. Sie ist eine französische Nationalheldin. Sie wird in der römisch-katholischen Kirche als Jungfrau und Heilige verehrt. Während des Hundertjährigen Krieges verhalf sie dem Dauphin zu einem Sieg über Engländer und Burgunder, anschließend geleitete sie Karl zu seiner Königssalbung nach Reims. 1454 wurde sie zur Märtyrin erklärt.

Jeanne d´Arc steht für die Tapferkeit. Sie ist in der Herde die Vorsichtige, die immer erst einmal mit all ihren Sinnen die Umgebung scannt. Hat man ihr Vertrauen, kann man wundervolle Touren erleben.

Ihr Gedenktag ist der 30. Mai.

Flavia Iulia Helena (*248 † 330)

Auch Helena von Konstantinopel genannt. Sie war die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, von dem sie zur Augusta ernannt wurde. Helena werden zudem die Auffindung und Mitnahme der Reliquien der Heiligen Drei Könige zugeschrieben. In der katholischen und der orthodoxen Kirche wird sie als Heilige verehrt.

Die anmutige Helena zeigt durch ihre vorsichtige Art die Klugheit in der Herde. Wenn Du ihr Herz erobern möchtest, musst du dich sehr bedacht verhalten.

Ihr Gedenktag ist der 18. August.

Heilige Rosa von Lima (*1586 † 1617)

Rosa war eine peruanische Jungfrau, Mystikerin und Dominikaner-Terziarin. Sie wird in der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt. Rosa ist Patronin von Lima, Peru, Südamerika, Westindien und der Philippinen sowie der Gärtner und Blumenhändler. Sie wird angerufen bei Verletzungen, Entbindungen und Familienstreitigkeiten sowie gegen Ausschlag.

Rosa zeichnet sich durch ihre Mäßigung aus. Sie muss nicht fressen, aber sie würde gerne. Sie kann sich zurück halten und ist sehr umgänglich. Übertreiben ist in allen Richtungen nicht so ihr Ding.

Ihr Gedenktag ist der 23. August.

Katharina von Siena (*1347 † 1380)

Katharina war eine ital. Mystikerin, eine geweihte Jungfrau und Kirchenlehrerin. Sie bewegte 1376 Papst Gregor XI. von Avignon zur Rückkehr nach Rom. 1378 drohte unter Urban VI. eine Kirchenspaltung, dabei wirkte sie für eine Friedenslösung. Sie wurde 1461 heiliggesprochen, 1939 zur Schutzpatronin Italiens erklärt, 1970 zur Kirchenlehrerin erhoben und 1999 zur Schutzpatronin Europas erklärt.

Die junge Katharina soll ein Zeichen der Hoffnung sein. „Die Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.“

1. Korinther 13,7

Ihr Gedenktag ist der 29. April.

Allgemeine Infos

Das Lama (Lama glama) ist eine vom Guanako abstammende Art der Kamele. Man zählt sie zu den Neuweltkameliden. Sie sind in den südamerikanischen Anden verbreitet und wurden dort vor ca. 4000 Jahren von den Inkas domestiziert. Lamas werden dort immer noch als Lastentiere verwendet, es gibt dort ca. 3 Millionen Tiere. In den südamerikanischen Anden werden Lamas wegen ihres Fleisches und der Wolle gehalten.

Lamas signalisieren über ihre Körperhaltung ihre Stimmung. Sind die Ohren aufgerichtet und hängt der Schwanz nach unten, dann geht es dem Lama gut und es ist entspannt. Wenn der Schwanz nach oben geht, dann ist dies ein Ausdruck erhöhter Aufmerksamkeit und Anspannung. Nach hinten gelegte Ohren und nach unten hängender Schwanz, signalisieren, dass sich das Lama dem ranghöheren Lama oder Menschen, der es führt, unterordnet.

Sind die Ohren angelegt und der Schwanz steht hoch, dann fühlt es sich nicht wohl. Wenn gurgelnde Geräusche hörbar werden, dann ist Vorsicht angesagt. Sind die Ohren längere Zeit angelegt und ein anderes Lama ist zu nahe, dann kann es tatsächlich mit hoch aufgerichteter Nase einen Warn-Spucker geben, was zwischen den Tieren durchaus regelmäßig vorkommt.

Ursache für Spucken der Lamas untereinander sind Futterneid, Rangfolge oder Paarungsverhalten.

Das Lama im Video stößt einen Warnschrei aus, nachdem es Störche gesehen hat.

Was wir fressen dürfen

Lamas dürfen nur Gras (Kräuter) und Heu fressen. Auf Obst und Obsttrester (Melasse) oder Brotreste (Getreide) reagieren sie allergisch mit Ausschlag an den Schleimhäuten. Sie dürfen wirklich nichts anderes fressen. Da wir sie mit allem Nötigen versorgen, wäre es wirklich wichtig, dass ihr sie nicht füttert. Auch nicht mit dem Gras aus der Wiese gegenüber. Das wird regelmäßig gedüngt und bereitet den Lamas Bauchschmerzen. Hier am Wegesrand hinterlässt auch der eine oder andere Hund gerne sein „Geschäft“.  Daher ist es weder für euch zu empfehlen das Gras abzureißen, noch ist es gutes Futter für die Lamas, auch wenn es noch so lecker aussieht. Die Parasiten (Würmer) aus den Hundemägen bereiten euch und auch den Lamas Probleme.

Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Lamas und der Natur:

Damit wir alle wieder gesund bei der Ranch ankommen und die wundervolle Natur, die wir betreten, nicht stören, bitten wir euch darum, ein paar Dinge zu beachten.

Bitte schaltet eure Telefone aus und versucht, euch ganz auf die Lamas zu konzentrieren. Gerne machen wir von euch Fotos, die ihr dann frei nutzen könnt.

In der Regel tun sie es nicht, aber: Lamas können spucken und treten. Haltet deshalb etwas Abstand und stellt euch nicht direkt hinter die Tiere. Es sind Fluchttiere und sie können uns nicht sagen was wir falsch machen.

Ein Lama wird stets mit zwei Händen geführt. Zur Erinnerung haben alle Stricke zwei Knoten. Ok, die dienen auch dazu, dass das Lama, falls es sich einmal erschreckt, euch nicht den Strick durch die Hand zieht. Das ist nämlich sehr schmerzhaft für euch.

Die Herde bleibt IMMER zusammen. Das bedeutet, wenn einer den Weg überquert, dann überqueren alle den Weg. Wenn einer abbiegt, biegen alle ab. Wenn andere Verkehrsteilnehmer auftauchen, dann immer so laufen, dass diese nicht zwischen die Lamas geraten. Das bedeutet, alle Lamas bleiben auf der gleichen (der Gefahr abgewandten) Wegseite. Wenn ein Lama stehen bleibt weil es „kötteln“ möchte, dann bleiben die anderen Lamas auch stehen und warten.

Außerhalb der Ranch bitte die Lamas nicht am Wegesrand fressen lassen. Die Wiesen und Felder sind alle gedüngt und an den Wegesrändern befinden sich Verschmutzungen von Hundekot. Wir werden ausgesuchte Plätze ansteuern, an denen wir dann mit den Lamas eine Fresspause machen. Lamas dürfen kein Obst und auch kein Brot fressen. Auch Hildegard nicht. Bitte gebt ihnen nichts von eurem Vesper ab.

Bitte lauft immer in der Höhe der Vorderbeine der Lamas. Wenn ihr vor dem Lama lauft, kann es in euch hinein springen falls es sich erschreckt. Fallt ihr zu weit zurück kann es sich von euch weg drehen und den Strick um den Hals wickeln oder euch treten.

Beim Grasen lassen stellt euch bitte vor das Lama und beobachtet, dass es nicht mit den Vorderfüßen über den Strick tritt. Dabei könnte es sich verheddern und verletzen. Sollte das trotzdem passieren, dann lasst es bitte einfach los. Es wird die Herde nicht verlassen und wir können es wieder einfangen.

Bindet die Lamas nicht mit den Stricken an Bäumen fest. Gerne halten wir sie für euch fest, wenn ihr bei der Pause mal beide Hände frei haben müßt.

Im Wald wachsen viele giftige Pflanzen und wir können den Lamas unterwegs nicht den Magen auspumpen lassen. Achtet daher darauf, was sie fressen. Vermeidet es, sie an Bäumen und Sträuchern fressen zu lassen und meidet blaue Blumen. Wenn ihr euch unsicher seid, welche Pflanzen giftig sind, dürft ihr uns gerne fragen. Im Zweifel aber lieber auf Gras umsteigen.

Bitte verhaltet euch im Wald ruhig. Hinterlasst keinen Unrat und achtet darauf, wo ihr hin tretet. Wir bewegen uns hier im Lebensraum zahlreicher anderer Tiere, die uns nicht eingeladen haben, uns aber dulden. Wir wollen respektvoll mit dieser Duldung umgehen.

Vermeidet es, während der Wanderung zu Rauchen. Lamas reagieren stark auf Gerüche und eure Hände sowie eure Kleidung nehmen die Gerüche auf. Im Wald ist es laut §15 Abs. 5 des Hess. Waldgesetztes nicht erlaubt zu rauchen. Vor allen Dingen bei langer Trockenheit ist das zu gefährlich.

Bitte achtet auf festes Schuhwerk, auf ausreichenden Sonnenschutz und eventuell Schutz gegen Zecken. Bei längeren Wanderungen ist es ratsam Trinkwasser mitzunehmen. Unsere Lamas nehmen unterwegs die Flüssigkeit über das frische Gras auf.

Informiert uns vor der Wanderung, wenn ihr irgendwelche Allergien habt, damit wir im Zweifel wissen, was zu tun ist, wenn ihr von einem Insekt gestochen werdet.

Wenn euch etwas unbehaglich ist oder ihr euch vor etwas fürchtet, bitte Bescheid sagen. Wir versuchen euch zu unterstützen. Niemand möchte 2 Stunden mit einem Steinchen im Schuh durch den Wald laufen.

Die Liebe

Die Liebe vernichtet alles Böse und macht frei von aller Angst.

Zitat von Hildegard von Bingen